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November 23, 2012

Yelp macht sich winterfest @ Meisterschuh

Posted by Svenja

Ja ist denn schon Nikolaus oder warum werden hier so fleißig Schuhe poliert? Beim gestrigen Elite Event wurde alles, das aus Leder ist gesäubert, gefettet, gefärbt und poliert, poliert, poliert, bis sich unsere Gesichter darin spiegelten. Das Ganze geschah unter den geübten Augen des Teams von Meisterschuh, bestehend aus Simon, Maik, Gernot und Sabine.

Team
Aber erstmal zurück zum Anfang: Die meisterliche Werkstatt zu finden war nicht ganz ohne, denn erstmal das richtige Tor zu finden, dann den richtigen Aufgang und dann bis zur Werkstatt... huiuiui da musste man schon geführt werden. In der Werkstatt angekommen schlug uns schon die Musik entgegen. Auf die Frage, ob hier schon der Feierabend zelebriert wird kommt nur ein "Nope, wir hören immer gute Musik bei der Arbeit!" Das Büffet aus Sushi-Platten und Pizza, die das Team von Meisterschuh spendierte und Bio-Limos von Biozisch war angerichtet und bevor wir loslegten, wurde erstmal geschlemmt. Es ist schon erstaunlich, wie schnell man 20 Leute mucksmäuschenstill bekommt!

Collage Food
Gestärkt und neugierig ging es nun ans Werk: Sämtliche Maschinen zum Polieren, Schleifen, Zuschneiden und Pressen wurden anhand von vielen unterschiedlichen Schuhe, die natürlich überall um uns herum standen anschaulich erklärt. Heruntergerockte Wanderstiefel, die Lieblingsstilettos bis auf die Nägel runtergelatscht (von Simon liebevoll "Funkenschlag" genannt), schief abgelaufende Absätze und kaputtes Innenleben, das alles wird beim Meisterschuh abgeben, in der Hoffnung, den Lieblingsschuh noch einmal für ein paar Jahre erhalten zu können. Der Tip des Meisters: Nicht zu lange warten, denn je früher man einen Schuh zur Reparatur gibt, desto günstiger ist es und desto mehr kann noch gerettet werden.

Fix
Die nächste Station führte uns zu den Maßanfertigungen. Eine Lektion, die Denny N mitnahm, war "orthopädische Schuhe müssen nicht vom Weiten schon als solche identifiziert werden können!" Tatsache, denn der Schuh für einen nigerianischen Diplomaten in der Größe 51 sah alles andere als orthopädisch aus... wenn aber auch wie ein Kindersarg. Eiske S hätte sicherlich auch problemlos ihren gesamten Kopf darein gekriegt. Sie hatte auch das große Vergnügen von Gernot und Maik vermessen zu werden: Von ihren Füßen wurden Blueprints angefertigt und noch dazu ihre Haltung überprüft. Der erste Schritt zum Meisterschuh ist also schon getan.

Blueprints Collage
Nur zuhören und nichts tun ist ja auch nicht so unterhaltsam und nach all dem Geschlemme muss auch mal angepackt werden. Daher hatten alle Yelp Elites die Aufgabe bekommen Taschen, Jacken und Schuhe aus Glattleder mitzubringen, je nachdem, was sie veredeln wollten. Eiske S und Lauritz N brachten schicke Ledertaschen mit, der Rest nahezu ausschließlich schwarze Lederschuhe. Schritt Nummer 1: Handschuhe an und ran ans Werkzeug. Die Schuhe musste erst einmal mit Bio-Ethanol gereinigt werden, bevor sie hauchdünn mit einem edlen italienischen Schuhwachs gepflegt wurde. Dann ging es an die Poliermaschinen, bei denen das Wachs weiter in das Leder eingearbeitet wurde. Und weiter geht's zum nächsten Schritt: Farbe. Manch ein schwarzer Schuh hatte schon eine Grau-Färbung, da durch Sonne, Schmutz und das häufige Tragen die Farbe ausgeblichen war. Dazu wurde ein Baumwolllappen straff um Zeige- und Mittelfinger gewickelt und abwechselnd in Farbe und Ethanol getaucht, auch hier galt die Devise: Viel hilft nicht viel. Ein hauchdünner Film wurde aufgetragen und jetzt hieß es polieren, polieren, polieren, bis die Finger krampfen.

Workshop
So intensiv hat sich wohl kaum einer von uns jemals mit seinem Schuhwerk auseinandergesetzt und beschämte Blicke auf die Füße inklusive Verstecken des "Funkenschlags" konnte man mehr als einmal an diesem Abend beobachten.

Lektionen, die man von diesem Abend mitnehmen könnt:

1. Viel hilft nicht viel, pflegt eure Schuhe so, wie ihr euer Gesicht pflegt (Eine Handvoll Nivea schmiert sich wohl kaum jemand ins Gesicht)

2. Öfter die Schuhe wechseln, um den Schuhen Zeit zum Lüften zu geben. Ein Schuhspanner hat also durchaus seine Daseinsberechtigung, ebenso wie ein Schuhlöffel.

3. Reparaturen nicht zu lange rausschieben, denn je früher der Schuh repariert wird, desto günstiger bleibt es.

4. Unsere Füße sind unsere Basis, an der sich das gesamte Skelett ausrichtet. Schuhe können also entweder unsere Haltung korrigieren oder die schlechte Haltung potenzieren. Irgendwann rächt sich alles.

Die Bilder des Abends findet ihr auf der YelpBerlin Facebook-Seite und eure Bewertungen dürft ihr hier hinterlassen. Denkt dran, dass jede eurer Bewertungen mir hilft zu wissen, was euch interessiert und Spaß macht und gleichzeitig profitiert Meisterschuh ungemein von euren Bewertungen. So eine Perle muss Berlin erhalten bleiben und das geht nur, wenn mehr Leute von dieser meisterhaften Werkstatt erfahren!

Meine ersten Schuhe sind zur Generalüberholung in den kompetenten Händen von Meisterschuh. Jetzt kann der Winter kommen! Auch wenn ich meine Dankbarkeit kaum in Worte fassen kann, versuche ich es mal: Ich bedanke mich von ganzen Herzen bei Simon, Maik, Gernot und Sabine von Meisterschuh für ein grandioses, interaktives und lehrreiches Event. Ohne euch wäre diese Abend nicht möglich gewesen und eure Großzügigkeit uns auch noch mit Sushi und Pizza zu verköstigen ist unschlagbar! Den Abend in Bildern festgehalten hat Käthe von KunstundKönnen, einfach fantastisch, vielen, vielen Dank Käthe! Und ohne Biozisch wären wir vermutlich verdurstet!

Ich sehe euch beim nächsten Mal!

Profil

Svenja G

Community Manager Yelp Berlin

 

=====================In English==================

What's happening here, all this shoe polishing? Yesterday Berlin Elites were all about cleaning, greasing, colouring and polishing, polishing and polishing their shoes, leather coats and bags. The knowledgable team of Meisterschuh, Simon, Maik, Gernot and Sabine, supported our efforts and lead us the way.

Well but first things first: Finding Meisterschuh was the first task to tackle, getting into the typical backyeards of Berlin, the maze of the old building up to the second floor. Once we arrived buzzing music and smiling faces welcomed us. Not only did they open their shop to us, but they also invited us for yummy sushi and pizza. Speaking of amazing hosts, huh? We also had organic lemonade by Biozisch. Within seconds all talking stopped just to be replaces by "mmmh" and happy gulping.

Well-fed we started out tour around the shop: machines for polishing, grinding, cutting and pressing, everything you need to fix and build shoes. Simon and Maik explained every single step to us and luckily there were plenty of examples of how shoes should not look like. Simon reminded everyone to not to wait too long with getting your shoes fixed, or as he termed it "Don't wait until your heels spark" - it will only get more expensive and more tricky.

The next stop were the custom made shoes. Denny N learned that "orthopedic shoes don't need to look as such!" True dat! We had a closer look at a pair of shoes custom made for a Nigerian dilomat, size 51... they certainly did not look orthopedic but that size could have easily passed as a child's coffin. Eiske S nearly fit her head inside the shoe. She was actually fully measured by Gernot and Maik: They took blueprints of her shoes and analyzed her stature. Well, the first step towards a custom made shoe was taken.

All listening and no practice would have been boring, that's why every Yelp Elite was asked to bring shoes, bags, coats, as long as it was made of smooth leather. Eiske S and Lauritz N were the only ones that brought something else but black shoes. Alright, step 1: putting on plastic gloves and grab your cotton fabrik and sponge. First we needed to clean our shoes with organic ethanol, then we applied a superthin layer of expensive Italian wax. And off we go to the polishing machine, to further work that wax into the leather. Step 2: colouring. Most of the black shoes were rather a greyish-pale shade of black from the sun, dust and all the wearing. With the cotton fabrik we applied dye on the shoes and really worked it in. We followed the motto: Less is more. Believe it or not, most of the shoes that arrived dull and mat, but once all the steps were finished and thoroughly done all shoes and bags looked brand new. The Yelpers found a new appreciation for their shoes. More than once one could see the Yelpers turning their shoes the other way for wearing a brilliant example of how shoes should not be treated.

Take-aways from yesterday:

1. Less is more. Treat your shoes they way you treat your face (or would you use a handfull of lotion and smear it into it?)

2. Change your shoes more often and give your shoes the chance to ventilate.

3. Don't wait too long with getting your shoes fixed. It will only get more expensive.

4. Our feet are our base, they determine the rest of our posture. Your shoes can either correct your posture or increase your bad posture

All the picture of the evening can be found on YelpBerlin Facebook and you may leave your reviews here. Please keep in mind that your reviews help me to figure out what you enjoy and what you would like to do in the future. Also Meisterschuh will immensely profit from your reviews as well. Let's support this AMAZING local business and spread the word. My first pairs of shoes are already in the competent hands of Meisterschuh. The winter may come now! I can hardly express my gratitude, but I am going to try anyway: Thank you, thank you, thank you Simon, Maik, Gernot and Sabine at Meisterschuh for a wonderful, interactive and enrichening event. This evening would have not been possible without you. Your generosity to invite the Yelper to sushi and pizza is unbeatable! Thank you Käthe of K:FEE KunstundKönnen for capturing the entire evening in such brilliant pictures. And without Biozisch we would have probably dies of dehydration. 

I see you all next time!

Svenja G

Community Manager Yelp Berlin

Comments

Wolfram

Hallo Svenja, Sabine, Simon, Maik und Gernot: Habe noch nie vorher stundenlang Schuhe geputzt, es hat sich aber gelohnt. Und gelernt habe ich dabei auch noch viele neue Dinge. Herzlichen Dank für den schönen Abend. Wenn bei mir wieder Bedarf für Schuhmacherhilfe naht, dann ist Meisterschuh die Adresse der ersten Wahl.
Grüße
Wolfram

Francis

Bei der Schuhpflege kann man viel verkehrt machen. Das fängt schon bei der Auswahl der richtigen Schuhcreme an. Danke für die vielen guten Tipps!

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